DEUTSCH - GEORGISCHES ZENTRUM
FÜR INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN


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Haus des GDZ Kutaissi

Das Haus des
Internationalen Zentrums
für Georgisch-Deutsche Beziehungen

befindet sich in der historischen Altstadt von Kutaissi.

Bis 1995 war hier das Museum von Alexandre Zulukidse untergebracht.
Noch heute steht sein
Denkmal im Garten vor
dem Haus
.

Alexandre Zulukidse
(1876-1905)
war ein Verbreiter der aufklärerischen Ideen in Georgien und Autor vieler polemischer und publizi-
stischer Schriften.

Auf Entscheidung der Stadtverwaltung wurde dem Ehrenbürger von
Georgien, dem deutschen Regisseur Hermann Wedekind das Haus gewidmet.
Es war der grosse Traum von Hermann Wedekind, in diesem Haus seinen Lebensabend zu verbringen. Sein Tod am 16. November 1998 vereitelte diesen Traum.
Hermann Wedekind wurde am 18. November 1910 in Coesfeld/Westfalen geboren. Nach dem Abitur wandte er sich seiner grossen Leidenschaft, der Bühne zu. Über das Stadttheater Bielefeld kam er 1934 als persönlicher Assistent von Heinz Hilpert an das Deutsche Theater Berlin. 1942 ging Wedekind als Heldentenor an die Staatsoper Danzig und anschliessend nach Dresden. 1951 wurde er als Intendant an das Stadttheater Münster berufen, wechselte 1954 in derselben Eigenschaft nach Basel und schliesslich 1960 nach Saarbrücken.
Mitte der 60er Jahre begann er mit der Organisation internationaler Theatertage,
geleitet von der Idee, dass die Bühne eine moralische Anstalt und ein Instrument sei, um politische Grenzen und den Völkerhass zu überwinden, auch über den “Eisernen Vorhang” hinweg, der das Nachkriegs-Europa in zwei Lager teilte.
Sein Motto: “Kunst kennt keine Grenzen. Kunst führt die Völker zusammen”.
Anfang der 70er Jahre besuchte Wedekind auch Georgien. Bis zu seinem Tod reiste Wedekind immer wieder nach Georgien um seine georgischen Freunde zu treffen, das Land und die Kunstdenkmäler zu studieren, den kunstvollen Gesängen georgischer Männerchöre zuzuhören. Bereits 1974 wurde die erste “Georgische Woche” in Saarbrücken veranstaltet. Aus den Begegnungen der Künstler erwuchs auch die Städtepartnerschaft Tbilissi-Saarbrücken. 1987 wurde dann noch die Länderpartnerschaft Saarland-Georgien offiziell besiegelt.
1995 erfolgte Wedekinds Ernennung zum Ehrenbürger Georgiens durch den Staatspräsidenten Eduard Schewardnadse für seine Verdienste um die Völkerverständigung und den internationalen Kulturaustausch.
Quelle: Nachruf von Dr. Heinz Gaber auf Hermann Wedekind
           Mitteilungsblatt der Berliner Georgischen Gesellschaft e.V. Jan./Febr.1998

Aktuelle Fotos vom Georgisch-Deutschen Zentrum in Kutaissi

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