DEUTSCH - GEORGISCHES ZENTRUM
FÜR INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN


Home
DGZ
Aktuelles
Patenschaft
Aktivitäten
Georgien
Kutaissi
GDZ
Mitgliedschaft
Reisetipps
Linkliste
Kontakt
Impressum

Lewan Lekwinadse, Journalist aus Georgien, absolvierte in der WAZ-Redaktion Gelsenkirchen ein Praktikum auf Einladung des Deutsch-Georgischen Zentrums. In den hier folgenden Artikeln stellt er seine Heimatstadt Kutaissi vor.

Erschienen in der WAZ vom 26. Mai 1998:
Kutaissi - eine Stadt auf dem Weg der Reformen

Georgischer Journalist stellt seine Heimatstadt vor

Kutaissi ist die schönste Stadt in Westgeorgien mit 250 000 Einwohnern, die darauf stolz sind. Denn ihre Stadt ist eine uralte Gründung nicht nur in Georgien, sondern auch in der ganzen Welt. Sie hat eine 3500jährige Geschichte.

Im 13. Jahrhundert v. C. berichtet der Griechische Schriftsteller Apolonios Rodoseli in seinem “Argonawtika” (Apollonius Rhodius, “Argonautica”) über Kutaissi. Damals nennt man die Stadt Aia. Von den antiken Zeit an und dann auch in der Feudalepoche war Kutaissi die Hauptstadt Westgeorgiens. Seit dem 10. Jahrhundert beginnt in Georgien der Kampf für die Einheit und im Jahre 978 ist Kutaissi die Hauptstadt Georgiens geworden. Der König Bagrat 3. (Bagrationi) hat in Kutaissi ein Symbol der Einheit errichtet: den wunderschönen Bagrati-Tempel. Während 124 Jahren war Kutaissi die Hauptstadt Georgiens.
Im Jahre 1122 hat der König David 4. Agmaschenebili die Hauptstadt nach Tbilisi verlegt. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts beginnt ein Prozess der Zerstörung des georgischen Staates, aber Kutaissi behielt seine Funktion in Westgeorgien.
Kutaissi nennt man die Stadt der Rosen und des Mai. Die Stadt sowie auch das gesamte Georgien machen sich auf den Weg der Reformen. Aus der Zeit kommunistischer Industrialisierung blieben in der Stadt die riesigen Betriebe als Erbschaft und als Last. Die Mehrzeit von ihnen ist inzwischen abgeschaltet. Das ist der Hauptgrund der wirtschaftlichen Krise. Aber die internationalen Projekte, wie z.B. “der Eurasische Korridor”, der Transport des kaspischen Naptha (Öl) durch Georgien u.s.w., geben den Staatseinwohnern die neue Zukunftshoffnung.
Kutaissi hat auch selbst internationale Kontakte aufgenommen. Im Jahre 1996 haben in Paris in der UNESCO die “Kutaissi Kulturtage” mit grossem Erfolg stattgefunden. Die UNESCO hat in ihrer Liste der Bagrati-Tempel und das Gelati-Kloster aufgenommen. Diese Organisation findet im nächsten Jahr in Kutaissi als internationales Forum mit den Partnerstädten statt. Die Kontakte mit dem Deutsch-Georgischen Zentrum in Gelsenkirchen wurden bereits aufgenommen. in Kutaissi hat man auch ein Georgisch-Deutsches Zentrum gegründet. Diese Zentren machen zusammen verschiedene Wirtschafts-, Kultur- und Aufklärungsprojekte.
Kutaissi versucht, sich einen Platz in der Weltkarte zu verschaffen, und den verlorenen Ruhm wiederherzustellen, von dem schon “Argonawtika” berichtet hatte.

| Home | DGZ | Aktuelles | Aktivitäten | Georgien | Kutaissi | Sehenswürdigkeiten |